Wer in diesem Jahr während seines Urlaubs etwas neues kennenlernen möchte, kann zum Beispiel der Camargue einen Besuch abstatten. Dieses Gebiet liegt zwischen den Mündungsarmen der Rhône, die sich nördlich von der Stadt Arles teilt. Das Gebiet der Camargue ist knapp 930 km² groß und wird in weiten Flächen zum Anbau von Gemüse, Obst und Reis und zur Viehzucht genutzt. Ein großer Teil der Camargue wurde zur Rhône hin eingedeicht, um Überschwemmungen zu vermeiden. Jedoch gibt es nun zunehmend Probleme mit Versalzungen.
Bekannt ist die Camargue vor allem als Naturschutzgebiet, dass zum Beispiel knapp 400 Arten verschiedener Wasservögel Zuflucht bietet. Unter Touristen bekannt und beliebt sind auch die weißen Camargue-Pferde, die nur hier leben. Das Weideland teilen sie sich mit Camargue-Stieren, die für Stierkämpfe eingesetzt werden, die allerdings meist unblutig ausgehen. Das Fleisch der Stiere ist eine regionale Delikatesse.
Eine berühmte Sehenswürdigkeit der Camargue ist die Pont du Gard, die wohl bekannteste Brücke der Antike. Die Brücke entstand, als Kaiser Augustus seinen Feldherren Agrippa dazu aufforderte eine Wasserleitung von einer Quelle bis zum Nîmes in Südfrankreich zu bauen. Ein großes Problem war jedoch, dass der Höhenunterschied auf der gesamten Strecke nur 17 Meter betrug. So musste eine Leitung gebaut werden, in der das Wasser die gesamte Strecke über konstant fließen konnte. Ein weiteres Problem war, dass der Fluss Gardon durch den Verlauf des Aquädukts kreuzte. Deshalb entschloss sich Agrippa dazu eine Brücke zu bauen, die Pont du Gard. Vor allem die Konstruktion des Halbbogens half ihm bei seinem Vorhaben. Denn die Pont du Gard besteht aus insgesamt 52 Halbbögen. Denn erst durch die Konstruktion von Gewölben konnte man es schaffen Täler und Flussläufe zu überbrücken. Die Pont du Gard gilt deshalb als eines der Highlights eines Aufenthalts in der Camargue. Seit 1985 gehört die Brücke außerdem zum Welterbe.
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