Das Ferienhausmagazin – Und es wird ihr Urlaub


Investition Ferienwohnung

Ferienwohnung, Foto von Ossiach/flickr.com

Ferienwohnung, Foto von Ossiach/flickr.com

Bevor der Schritt getan wird, ein Ferienhaus käuflich zu erwerben, sollten einige grundlegende Überlegungen angestellt werden. Erstmal muss der Unterschied gemacht werden zwischen einem Ferienhaus und einer Ferienwohnung. Das wirft die Frage auf, wie und wie intensiv man das Haus oder die Wohnung nutzen möchte. Ein Ferienhaus an einem schönen Ort kann entweder als selbst genutztes Quartier oder als reine Kapitalanlage genutzt werden. Hat man kein Geld zu verschenken, sollte man sich dreimal überlegen, ob sich eine eigene Wohnung auf Mallorca rentiert, wenn man sie nur zwei Mal im Jahr für jeweils eine Woche nutzt, oder ob das Haus in Schweden genug Gäste anlockt, um rentabel zu sein.

Wenn man sich tatsächlich für einen Kauf entschieden hat, müssen einige Dinge beachtet werden. In jedem Land herrschen andere regionale Vorgaben und Gesetze, die es einzuhalten gilt, damit der Kaufvertrag auch rechtlich ist.

Eine verbreitete Möglichkeit ist die, eine Immobilie auf Raten zu kaufen und mit dem Gewinn aus einer Vermietung die Kosten zu decken. Hier bei gilt es jedoch auf Risiken zu achten. Sind die Kreditraten und die Zinsen höher als die Einnahmen? Wie lange dauert es, den Kredit abzuzahlen, wenn kein größerer Betrag als Anzahlung geleistet wird? Ist das Gebäude ausreichend gegen Schäden versichert? Werden diese Risiken möglichst gering gehalten, kann sich der Eigentümer möglicherweise über eine satte Gewinnsteigerung freuen. Wer vor 30 Jahren ein Haus auf Mallorca oder eine Wohnung in Berlin-Mitte gekauft hat, kann sich nun sehr dankbar für die damalige Entscheidung sein.

Vermietung von Ferienunterkünften

Ferienhaus, Foto von henteaser/flickr.com

Ferienhaus, Foto von henteaser/flickr.com

Nicht nur durch die Schlagzeilen von den sogenannten Mietnomaden, die schon manchen Vermieter an den Rand des Existenz getrieben haben, ist das Vermieten eines Objektes schwieriger und zeitaufwendiger als sich das so mancher vorstellt. Besonders bei der Vermietung von Ferienhäuser kommen gleich zwei weitere Probleme hinzu, die die Vermietung recht schwierig gestalten.

Viele Eigentümer von Ferienhäusern haben das Problem, dass sie nicht in der Nähe wohnen. Steht das Haus an der Ostsee, der Eigentümer wohnt aber in Köln, tun sich viele praktische Fragen auf. Wer kümmert sich um die Schlüsselübergabe, wer kontrolliert ob das Putzteam richtig sauber gemacht hat, wer begrüßt die Gäste, wer nimmt eventuelle Reklamationen entgegen?

Um Dinge aus der Ferne regeln zu können, muss der Hausherr auf einige Personen zählen können, das Personal vor Ort muss vertrauenswürdig sein. Auch wird man nicht umhin kommen, eine Vermittlungsagentur zu beauftragen, um das Ferienhaus mit Gästen voll zu kriegen. Gerade wenn es einen kurzen Wechsel zwischen den Gästen gibt, ist die Instandhaltung des Zimmers, der Wohnung und des Hauses mit viel Arbeit verbunden. Das sollte auf keinen Fall unterschätzt werden, damit die erhoffte Gewinnspanne nicht viel niedriger ausfällt als sie eigentlich eingeplant war.

Je nach Land, vielleicht steht das Ferienhaus ja auch in Spanien oder Frankreich, muss auch darauf geachtet werden, dass unterschiedlich hohe Grundsteuer oder Umsatzsteuer gezahlt werden muss. Auch mit kleinen oder größeren Reparaturen muss gerechnet werden. Es werden also immer unerwartete Kosten auf den Vermieter zukommen, mit denen er oder sie nicht gerechnet hat. Das alles sollte bedacht werden, bevor man sich dazu entschließt, das Haus oder die Wohnung am Meer zu vermieten.

Vermarktung einer Ferienunterkunft

Werbung ist alles, Foto Vermarktung einer Ferienunterkunft/flickr.com

Werbung ist alles, Foto Vermarktung einer Ferienunterkunft/flickr.com

Das eigene Ferienhaus oder die Ferienwohnung kann noch so schön eingerichtet sein oder an dem noch so schönen Urlaubsort liegen, solange niemand von der Existenz weiß. Also gilt es, ein gutes Marketing übe die richtigen Kanäle zu starten, um möglichst viele Gäste anzulocken.

Bevor ein Werbekonzept entwickelt wird, sollten einige Fragen gestellt werden: An wen will ich mein Haus eigentlich vermieten? Was kann ich besonderes bieten? Was könnten die Gäste erwarten? Was macht mein Ferienhaus zu einem besonderen Platz, inwiefern ist es anders oder besser als die Konkurrenz?

An erster Stelle steht die Lage des Objektes, liegt es direkt am Meer, hat es einen Blick auf den See oder befindet es sich nahe des Stadtzentrums, sollte dieses Feature prägnant in den Vordergrund gehoben werden. Ist das Haus allerdings einen Kilometer vom Strand entfernt, sollte eine andere, anziehendere Eigenschaft in den Vordergrund rücken. Viel Wert solle auf die Einrichtung gelegt werden, wenn das Ambiente stimmt, werden sich die Gäste viel wohler fühlen, was wiederum bedeutet, dass sie ihr Ferienhaus weiterempfehlen werden und somit kostenlos Werbung für sie machen.

Ganz wichtig ist, sich von der Konkurrenz abzuheben. Erkunden Sie die umgebenden Ferienhäuser, was bieten sie und was bieten sie vor allem nicht? Eine gute Möglichkeit, eine Nische zu bieten ist sich auf ein Angebot zu spezialisieren. Zum Beispiel besteht die Möglichkeit, eine Kinderspielecke im Garten einzurichten und auch das Hausinnere kindergerecht zu gestalten, um junge Familien anzuziehen. Das bietet sich an, wenn in ihrer Nähe zum Beispiel ein toller Kinderspielplatz oder ein Erlebnisbad zu finden ist. Ist das Haus eher ländlich gelegen,  könnten Sie überlegen, das Haus für Hundebesitzer zu öffnen, keinen Aufpreis für die Mitbringung von Haustieren zu verlangen und von vorne herein einen Hundekorb oder Hundefutter bereit zu stellen.

Auch bei dem Angebot von einem Frühstück kann vieles richtig, aber auch sehr vieles falsch gemacht werden. Schön ist es, wenn im Haus schon alles zur Verfügung steht, im Kühlschrank frische Milch, Frisches Obst auf dem Küchentisch und Käse, Marmelade und Aufstrich da sind. Freuen werden sich ihre Gäste auch,  wenn sie morgens frische warme Brötchen vor der Tür finden.

Um den Reisestress zu minimieren, sollten auf jeden Fall genügend Parkplätze zur Verfügung stehen, nichts ist schlimmer als nach einer langen Autobahnfahrt auch noch einen Parkplatz suchen zu müssen, und das im schlimmsten Fall auch noch mit quengelnden Kindern auf der Rückbank. Reisen die Gäste mit der Bahn an, sollte auf jeden Fall ein Shuttle vom Bahnhof aus angeboten werden.

All dieser gute Service bringt jedoch nichts, wenn niemand davon weiß. Deswegen sollte unbedingt das Internet ausgenutzt werden. Eine eigene gut gepflegte und hübsche Homepage ist ein absolutes Muss, das Inserieren auf verschiedenen Plattformen sollte auf jeden Fall auch nicht vergessen werden. Auch in der lokalen Zeitung sollte ab und zu eine Anzeige auftauchen.